schicksal.
Was ein Wort. Eigentlich könnte man schon fast sagen, es ist ein Konstrukt. Eins, das mich (und euch vielleicht auch) schon mein ganzes Leben lang begleitet. Doch leider nur als dahingesagtes Wort. Ohne tiefere Bedeutung. Dabei steckt dahinter so viel mehr.
Und damit meine ich nicht den kosmischen Kalender, Karma oder irgendeine vorbestimmte Kraft des Universums, die jeden Menschen lenkt, sodass sein Leben einen vorbestimmten Ablauf nimmt. Was wäre das für ein trauriger Gedanke… Dann hätten wir alle ja gar keinen freien Willen mehr, wenn das schicksal ja alles entscheidet. Dann wäre es ja ein mieser Verräter.
Nein. Ich meine damit das, was dir widerfährt, wenn du denkst: Aaah, jetzt verstehe ich. Das musste also alles so kommen, damit ich jetzt da bin, wo ich bin. Sonst wäre ich hier anscheinend nicht gelandet. Ja genau das. Das ist Schicksal. Und ich hoffe jetzt einfach mal, ihr hattet alle schon einmal diesen Moment. Man erlebt etwas Negatives, etwas Schlechtes, was einen gefühlt innerlich zerstört. Es frisst einen auf. Man kann nichts dagegen tun… Doch mit der Zeit regeneriert man, man fühlt sich besser, man kommt darüber hinweg. Und dann… widerfährt einem etwas Gutes, etwas Großartiges und Schönes und man hat das Gefühl, das verdient zu haben. Und jetzt stellt euch vor: Ihr habt das sogar verdient. Jeder von euch. Nach so einer negativen Erfahrung auch mal wieder etwas Positives zu fühlen. Und genau das ist es. Genau da kommt das schicksal ins Spiel. Es sorgt nämlich genau dafür. Dafür, dass alles so läuft, wie es laufen muss. Und obwohl dir manchmal schlechte Dinge passieren, gehört auch das dazu. Weil nur dadurch wirst du stärker und gewinnst Erfahrung. Erfahrung, die dir im weiteren Verlauf deines Lebens auf jeden Fall helfen wird, das kannst du mir glauben.